Mitternachtsblauer Schriftzug Anke Harling

Trauer darf sein.
Leben auch!

Ich begleite Trauernde in Zeiten des Verlustes – einfühlsam, achtsam und zugewandt.

Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der Begleitung von Müttern, die ihr Kind verloren haben und einen geschützten Raum suchen, in dem alles sein darf, was gerade da ist.

Trauer tut verdammt weh. Sie wirkt hinein in Beziehungen, den Alltag und das ganze Leben. In der Begleitung geht es nicht darum, etwas zu beschleunigen oder „besser zu machen“, sondern darum, die eigene Trauer besser zu verstehen, mit ihr einen Umgang zu finden und Schritt für Schritt Orientierung zu gewinnen.

Du bist willkommen mit allem, was dich bewegt.
Und wir schauen gemeinsam, was dir in dieser Zeit Halt geben kann .

Trauer katapultiert Menschen ohne Netz und doppelten Boden in ein Leben, das sie sich nie ausgesucht haben – unabhängig davon, ob ein Verlust lange absehbar war oder plötzlich kam.

Die alten Strukturen passen nicht mehr.
Was früher Halt gegeben hat, fühlt sich unsicher an. Die neuen Strukturen sind noch nicht da. Vieles ist im Schwebezustand.

Trauer kann sich zeigen als:

  • Angst, Überforderung, Zukunftssorgen
  • Schuldgefühle und Scham
  • das Gefühl, zu viel oder gar nichts zu fühlen
  • körperliche Reaktionen wie Erschöpfung, Schlafprobleme, innere Unruhe oder Schwere

Nicht selten entsteht das Gefühl, aus dem eigenen Leben herausgefallen zu sein, während sich das Leben der anderen weiterdreht. Besonders schmerzhaft wird es, wenn das Umfeld erwartet, dass Trauer irgendwann „vorbei“ sein müsste.

„Trauern ist die Lösung,

nicht das Problem.“ Chris Paul

Eine Trauerbegleitung kann kein Gramm Trauer abnehmen.
Sie macht Trauer nicht kleiner, löst sie nicht auf und beschleunigt sie
nicht. In der Begleitung können wir jedoch das Tragen erleichtern, damit du wieder in deine Kraft und Selbstwirksamkeit kommen kannst.

Mit kreativen Methoden, Ritualen und Impulsen darf deine
Trauer Ausdruck finden.

Hier darf gefühlt werden.
Und hier darf auch nichts gefühlt werden.
Es gibt kein richtiges Maß, kein Ziel, das erreicht werden muss.

Der Tod eines Kindes stellt alles infrage.
Er ist eine tiefgreifende, alles verändernde Erfahrung.

Der Tod eines Kindes stellt
alles, aber auch wirklich alles infrage. Roland Kachler

Aus eigener Erfahrung weiß ich:

Dieser Verlust bringt einen Schmerz mit sich, für den es zunächst keine Worte gibt. Das Leben teilt sich in ein Davor und ein Danach.

In der Begleitung schauen wir gemeinsam:

  • was dich trägt
  • was dir Halt gibt
  • was du im Moment brauchst
Frauenhände halten eine dunkelblaue Schale mit goldenen Rissen. Dunkler Bildhintergrund

WENN SICH EIN ERNEUTER KINDERWUNSCH ZEIGT

Manchmal fehlen im Gespräch die Worte.
Manchmal fehlt die Kraft, Termine wahrzunehmen oder das Haus zu verlassen.
Manchmal fühlt sich Reden einfach zu viel an.

Schreiben kann dann ein Weg sein – leise, im eigenen Tempo, ohne unterbrochen zu werden.

„Durch das Schreiben gehen wir

Schritt für Schritt von der Dunkelheit ins Licht.“

C. J. Heck

Cremefarbener Hintergrund, darauf eine box aus hellbraunem Karton, daneben grüne Blätter

Viele Fachpersonen begleiten Mütter, bei denen Trauer, Bindung zum verstorbenen Kind, erneuter Kinderwunsch oder Folgeschwangerschaft ineinandergreifen.
Diese Konstellationen sind hochkomplex – und werden oft zu wenig differenziert betrachtet.

Aus dieser Lücke heraus habe ich Begleitmaterialien entwickelt, die:

  • Ambivalenz sichtbar machen
  • Gefühle benennbar machen
  • Räume öffnen statt Lösungen vorzugeben

Mitternachtsblauer Schriftzug Anke Harling
Portrait einer blonden Frau, schwarzes Oberteil, sie blickt melancholisch-zuversichtlich in die Kamera

Mein Name ist Anke Harling.
Ich bin ausgebildete Trauerbegleiterin und selbst eine verwaiste Mutter.
Mein Sohn Lenn starb plötzlich im Alter von zweieinhalb Jahren.
Diese Erfahrung hat mein Leben grundlegend verändert.

Ich bin auch Mutter lebender Kinder und kenne die inneren Spannungen, Loyalitäten und Ängste, die entstehen, wenn nach einem Verlust neues Leben ins Blickfeld rückt.

Ein wichtiger Teil meines eigenen Trauerwegs war das Schreiben.
Es wurde ein Raum, in dem alles da sein durfte – roh, widersprüchlich, ungeordnet.
Diese Erfahrung prägt meine Arbeit bis heute.

Trauer darf sein. Leben auch.
— Anke Harling

Ich glaube nicht, dass Trauer „wegtherapiert“ werden muss.
Ich glaube, dass selbst in der kärgsten Trauerlandschaft Leben existiert.
Und dass jeder Mensch seinen eigenen Weg findet – in seinem Tempo.
Ich arbeite prozessorientiert, ohne religiösen oder spirituellen Hintergrund.
Ich kann dir kein Gramm deiner Trauer abnehmen.
Aber ich kann dich auf deinen Schritten ins Leben begleiten.

Blick aufs Meer bei Dämmerung. Steine im flachen Wasser bilden eine Art Brücke ins meer hinein
Schriftzug "Trauer Gut" in Mitternachtsblau, mit einem goldfarbenen Tropfen dazwischen